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Mindfood des Monats
 

Bist Du erleuchtet?

 

Eine Schülerin hat mich mal gefragt: Bist Du erleuchtet?
Meine Antwort darauf war: Wenn ich es tatsächlich bin, ist es eine große Enttäuschung.
Wie stellen wir uns einen erleuchteten Menschen vor?
Trägt er einen bestimmten Style oder eine bestimme Kleidungsmarke?
Hat dieser Mensch immer ein Lächeln auf dem Gesicht?
Spricht er mit sanfter und weicher Stimme?
Lebt er getrennt von der Gesellschaft in einer Höhle oder als Aussteiger?

Dieses könnten sicherlich Attribute einer erleuchteten Person sein, aber sind diese Aspekte wirklich der endgültige Ausdruck und das Verhalten eines erleuchteten Wesens?

Die Zen-Buddhisten haben eine andere mögliche Anwort auf diese Frage:
Vor der Erleuchtung hackte ich Holz und trug Wasser.
Nach der Erleuchtung hackte ich Holz und trug Wasser.

Wir können diese Definition ergänzen, indem wir sagen, dass die wirklich erleuchtete Person in den Tätigkeiten und Aufgaben des täglichen Lebens absorbiert wird.
Sozusagen in vollem Umfang das Leben auskosten und genießen.

Mit erleuchteten Aktivitäten wie z. B. die Kinder anzuziehen, das Pausenbrot einzupacken und die Kinder zur Schule zu bringen.
Indem wir unsere Arbeit sowie alle Tätigkeiten und jeder Begegnung mit der größten Integrität und Präsenz durchführen.
Als erleuchtetes Individuum brauchen wir uns nicht von scheinbar banalen Tätigkeiten zu lösen, sondern jede Handlung wird ein Ausdruck eines wirklich tiefen Verständnisses der ewigen geistigen Natur aller Lebewesen und der gemeinsamen inneren Verbindung, die wir alle miteinander teilen.
Also, was ist nun Erleuchtung, wer ist erleuchtet und wie werde ich erleuchtet?
Sind diese Fragen wirklich wichtig?
Nehmen wir mal an, daß wir jetzt alle ab sofort erleuchtet sind!
Inwiefern würde das unser Leben verändern?
Wir müssen weiterhin unsere täglichen Aufgaben durchführen.
Der Unterschied besteht nur darin, daß unser Geist nicht mehr durch die Höhen und Tiefen, Kämpfe und Freuden und der Langeweile des täglichen Lebens gestört wird.
Jeder Moment ist genauso wichtig wie der nächste.
Jeder Atemzug enthält das volle Potenzial für Erleuchtung.
Erleuchtung ist nicht die nächste Stufe der Asana oder ein späterer Zeitpunkt in unserem Leben.
Vielmehr wartet die Erleuchtung darauf, in unserer Präsenz abgeholt und wahrgenommen zu werden
und zwar mit jedem Atemzug, den wir nehmen, mit jedem Gedanken, den wir denken mit jeder Tätigkeit, die wir durchführen und jeder Begegnung, die wir haben.
Eine Definition von einem Yogi, die mir gefällt, lautet:
Ein Yogi ist jemand, der einen Platz ein wenig schöner hinterlässt, als vorher.
Eine einfache Aussage mit tiefer Bedeutung!
Es spielt keine Rolle, wie viel Wissen, außergewöhnlicheTalente oder Fähigkeiten wir haben, wenn unsere Interaktionen Schmerzen verursachen oder unsere Umgebung leidet.
Wir brauchen uns nur  die simple Frage stellen:
Wird die Welt zu einem besseren Ort durch unsere Präsenz?
Unabhängig von der Art des Yoga, den wir praktizieren oder den Weg der Selbstentwicklung, den wir gewählt haben, müssen wir genau schauen, wie wir den Saft aus den Tätigkeiten im täglichen Leben anwenden.
Sind wir erleuchtet? Das kann die falsche Frage sein.
Sind wir bereit zu einem besseren Menschen zu werden?
Das gilt es genauer zu betrachten und darüber zu kontemplieren.
Autor: Andrea Kubasch
Klicke hier um die Playlist zu hören :
Nr
Künstler
Titel
01
Yogi Cameron
Maha
02
Al Green
Love And Happiness
03
Fragile State
Every Day A Story
04
Beck
Wow
05
Snoop Dogg
Who Am I
06
King
Supernatural
07
Demarco
I Love My Life
08
Tom Odell
Another Love
09
Phaeleh
Afterglow
10
Raf Rundell
By Your Side
11
Arvo Pärt
Spiegel im Spiegel
12
Garth Stevenson
A Love Song
13
Bhagavan Das
Closing Prayers
14
Alice Coltrane
Ganesha
 Compiled by Andrea Kubasch
 

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