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Lebensenergie im Fluss

In fast allen östlichen Philosophien gibt es die grundlegende Vorstellung von einer unsichtbaren und alles durchdringenden Lebensenergie. In Indien ist es das Prana, in China das Chi und in Japan das Ki. Für uns westliche Menschen mit einer eher wissenschaftlichen Erziehung und Prägung ist diese Vorstellung schwer fassbar und mit Leben zu füllen. Am ehesten werden diese Vorgänge durch Vorführungen sichtbar, die zum Teil übermenschlich anmuten. Die Lenkung Ihres Chi´trainieren z.Bsp. Die Shaolinmönche aus China von Kindesbeinen an mit einer Kombination von Atem-, Meditations- und Kampfkunsttechniken und hören in der Regel bis zu ihrem Tod nicht damit auf. Durch ihre Übungen bringen sie ihre Energie zum fliessen und können sie darüber hinaus in bestimmte Regionen ihres Körpers schicken.

In bewusster Yogapraxis erleben wir das ebenfalls. Unser Prana, so heisst diese Energie im Yoga, löst Verspannungen im Körper und im Geist. Durch die Praxis lösen wir unsere Festhaltemuster auf und kommen in ein Leben im Fluss. Auf der geistigen Ebene bedeutet das vor allem, loslassen zu lernen. In unserer Gesellschaft streben wir nach Äußerlichkeiten, nach der Anhäufung von materiellem Besitz und Status. Wir definieren uns und unser Selbstwertgefühl danach. Als Yogis wissen wir aber, das diese Dinge nicht dazu geeignet sind, uns als Menschen glücklich zu machen. Durch die Praxis von Yoga oder Kampfkünsten können wir diesem Muster entgegenwirken. Das oberste Ziel ist die Leere (jap. Mushin). Die Idee dahinter ist ein vollständiges loslassen. Es geht dabei nicht um Verzicht oder sich etwas zu versagen. Es ist vielmehr ein nichts mehr wollen, eine Art aktiver Passivität. In den Kampfkünsten übt man das durch das sog. „Randori“, das ist die freie Verteidigung. Die Aufgabe dort ist das instinktive, freie, ausgewogene und absichtslose Reagieren auf Angriffe. Man lernt dort sehr schnell, das die Angriffe der Trainingspartner nicht den eigenen Erwartungen entsprechen und wird mit viel Übung im Geiste frei. Dieser Kampf spiegelt unser Leben wider, und die Art und Weise, wie wir mit den Herausforderungen darin umgehen.

Im Yoga erleben wir diesen Zustand des „Nicht wollens“ beim praktizieren am ehesten in unserer Asana Praxis. Wenn wir keine Ziele mehr erreichen wollen, sondern nur im Einklang mit unserer momentanen körperlichen und geistigen durch die Bewegungen fliessen, sind äußere Ziele hinfällig. Der Flow wird leicht, man muss sich nicht mehr vergleichen oder irgendwelche Erwartungen erfüllen. Es ist das Prinzip des „nicht Anhaftens“. Es bedeutet Gleichmut und kann im weiteren Sinne auch mit Gleichgewicht / Balance erklärt werden. Handlungen und Gedanken werden eins.

Warum ist bewusster Umgang damit so wichtig, und wie geht das?

Körper und Geist sind eine Einheit. Wir als Yogis wissen, daß sich alle Vorgänge im Körper im Geiste widerspiegeln und umgekehrt. Um unsere Ki, Prana oder Chi in Fluss zu bringen, gibt es verschiedene Disziplinen, die sich alle ähneln. Die Grundvorraussetzung dafür ist eine Form der Übung. Wir alle tragen die Lebensenergie in uns. Wird sie nicht durch Übungen gelenkt, fliesst sie überall und nirgends hin und wir nutzen sie nicht, im Gegenteil sie kann uns sogar verwirren und zu Desorientierung führen.

Die folgenden Disziplinen dienen dazu, Prana in Fluss zu bringen:

-Pranayama und Atemübungen

-Bruchtests

-Yoga Asana Praxis

-Kata (festgelegte Übungsreihe in Kampfkünsten)

-Meditation

-Randori

-Studium zur spirituellen Weiterentwicklung

-bewusste Ernährung

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie zeigt aber, das es viele Möglichkeiten gibt, auf sein eigenes Leben positiv einzuwirken.

Übung: Versucht in eurer nächsten Yogastunde, alle Gedanken auf die Stimme des Lehrers und die Musik zu fokussieren. Die Praxis sollte eine aktive Meditation sein, die sich nur auf die Wahrnehmung eurer eigenen Befindlichkeiten richtet, frei von allen Einflüssen, die sonst noch im Raum herumschwirren.  

Wenn ihr erkennt, das ihr euren Körper und Geist mittels eures Pranas beeinflussen könnt, wird euer Leben leichter und erfüllter. Ihr selbst habt es in der Hand die Herausforderungen des Alltags zu meistern. Hinter dieser seit vielen Jahrhunderten bekannten These steckt die Idee der Selbstwirksamkeit. Euer Leben wird krisenfester, wenn ihr die Fähigkeit entwickelt, Hindernisse aus eigener Kraft zu überwinden. Auch die moderne Hirnforschung bestätigt dies. Menschen, denen es gelungen ist, widrigen Lebensumständen zu entkommen, haben mithilfe ihrer eigenen Imagination diese Lebensenergie genutzt. Die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten sind unendlich.

Web-Links:

Empty Mind Aikido: http://www.youtube.com/watch?v=bZOL_dBYeB4

My Teacher Steven Seagal: http://www.youtube.com/watch?v=86OU9u7O5HI

Shaolin Mönche: http://www.youtube.com/watch?v=q05vN99zVzc

Yoga 1938: http://www.youtube.com/watch?v=lmOUZQi_6Tw

 

Autor: Dirk Bennewitz

 

 

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compiled by Dirk Bennewitz