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Nadi Shodana

Gemäss der energetischen Anatomie ist unser Körper von einem Leitungs-Netz bestehend  aus 72.000 Nadis durchzogen. Nadi heisst im Sanskrit Röhre, in welcher Energie zirkuliert.
Das System der Nadis setzt sich aus vielen tausenden Hauptkanälen und damit zusammenhängenden Nebenkanälen zusammen.
Drei davon (Ida, Pingala und Sushummna Nadi) steuern unser gesamtes Funktionieren und legen den allgemeinen Tonus des gesamten Systems fest.
Diese 3 Kanäle liegen an der Wirbelsäule, wobei sich zwei (Ida & Pingala) zu beiden Seiten nach oben winden, und der Dritte (Sushumna - der zentrale Nadi) in der Mitte nach oben aufsteigt.

Bei "Nicht"- Yoga Übenden sind viele dieser Leitungen für die pranischen Energien nicht durchgängig und dass hat zur Folge, dass die Energie im Organismus schlecht zirkuliert.
Weil Prana der wichtigste Antrieb unseres ganzen physischen und mentalen Lebens ist, ergibt sich so ein psychophysisches Ungleichgewicht.
Eine ausgewogene Ernährung, ein gesundes einfaches Leben - wenn möglich an der frischen Luft -, Asanas und Pranayama, die ein Maximum der Nadis offen halten, bringt das Verteilernetz in einen balancierten Zustand, damit es seinen Aufgaben gerecht werden kann.

Shodana bedeutet „zu reinigen“. Nadi Shodana ist eine Hatha Yoga Praxis, die den Fluss der Lebensenergie sowohl freisetzt als auch ausgleicht, indem der Atem
abwechselnd durch Ida (das linke Nasenloch / die Mondseite) und dann durch Pingala ( das rechte Nasenloch/die Sonnenseite) strömt.
Diese Pranayamapraxis beginnt und endet mit  der Atmung durch das linke Nasenloch. Einige Atemübungen können Hitze im Organismus fabrizieren - durch die Ausatmung durch das linke Nasenloch wird überschüssige Hitze neutralisiert.

Es ist interessant festzustellen, welches Nasenloch aktiv ist und welches passiv ist. Halte dafür einen Taschenspiegel unter Deine Nase und atme darauf: Der Spiegel beschlägt unter dem offenen Nasenloch mehr.
Dieser Unterschied lässt sich auf den natürlichen Wechsel in der Dominanz der Nasenlöcher zurückführen. Dieser dauernde Wechsel vollzieht sich ständig - Tag und Nacht.
Während durch diese Pranayama-Technik der Nasenzyklus ins Gleichgewicht zurückkehrt, reinigt und stärkt Nadi Shodana auch das System der Nadis.
Das Ausstossen von Kohlendioxid wird gefördert, das Blut wird von Giftstoffen gereinigt und der ganze Körper wird gut mit Sauerstoff versorgt.
Die Hirnzentren können wieder in ihrer vollen Kapazität arbeiten.
Nadi Shodana führt zu Stille, Gedankenklarheit und Konzentration und ist besonders hilfreich bei geistiger Arbeit. Wir fühlen uns fitter, Stress- und Angstzustände lassen nach.
Durch die Auflösung der pranischen Blockaden, werden die beiden Nadis - Ida und Pingala - ausgeglichen. So kann sich Sushumna Nadi öffnen, was zu tiefen Zuständen der Meditation führen kann.
Nadi Shodana ist eine Übung, die sich über einen langen Zeitraum langsam aufbaut. Nach einiger Zeit kontinuierlicher Praxis beginnen wir die Einheit des Seins zu realisieren, entdecken unsere eigene Wahrheit und die Wahrheit über die Realität, in der wir leben und die wir mit allen Lebewesen teilen.
Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sollte Nadi Shodana vor oder nach der Asana oder Meditationspraxis geübt werden.

Die Übungspraxis:

Setze Dich aufrecht hin, schliesse die Augen und werde still.
Verwende Vishnu Mudra: Beuge die ersten zwei Finger der rechten Hand in die Handfläche und setze den Daumen auf das rechte Nasenloch, um den Atem zu kontrollieren, während er durch das linke Nasenloch strömt. Setze den Ringfinger auf das linke Nasenloch, während er durch das rechte Nasenloch strömt.
Anfangs ist es wichtig erstmal mit einem Verhältnis von 1:1 (ohne den Atem anzuhalten) zu üben.
Atme mit dem Zwerchfell und lasse jedes Ausatmen und Einatmen gleich lang sein - fliessend, langsam und entspannt.
Der Atem darf nicht erzwungen oder stossweise sein. Er sollte während aller Stufen von Nadi Shodana lautlos sein.
Mit etwas Übungspraxis wird die Länge des Atems zunehmen.
Schliesse ein Nasenloch und atme dann fliessend und vollständig durch das andere aus und ein.
Wechsel nun nach einer Einatmung die Seiten, indem Du einen vollen Atem (Aus- und Einatmung) auf der anderen Seite durchführst.
Fahre fort zwischen den Nasenlöchern zu wechseln, bis Du eine volle Runde (3mal auf jeder Seite = 6 mal atmen) abgeschlossen hast.Die Übung endet nah der Ausatmung durch das linke Nasenloch.
Entspanne Deine Hand und atme sanft durch beide Nasenlöcher ein- und aus.

Autor: Andrea Kubasch

 

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compiled by Andrea Kubasch